Das Bierbrauen in der Königsstadt Uherský Brod (Ungarisch Brod) hat eine langjährige Tradition, die bis ins Mittelalter zurück reicht. Aus historischen Quellen geht hervor, dass auch die bekannteste Persönlichkeit der Region um Uherský Brod, Jan Amos Komenský (Johann Amos Comenius), geboren am 28.3.1592, aus einer Bierbrauerfamilie stammte. Sein Vater war Mitglied der Bierbrauer-Gilde in Uherský Brod. Zu Ehren des „Lehrers der Nationen” braut die Brauerei Janáček das 14 % helle Spezialbier Comenius.
Die erste gemeinsame Brauerei, die die einzelnen Häuser mit Braurecht ersetzte, wurde durch die Bürger von Uherský Brod 1614 errichtet. Schon bald, während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1643, wurde sie aber durch die schwedischen Heere zerstört. Die zweite Herrschaftsbrauerei wurde 1652 errichtet. Die ursprünglich städtische Brauerei wurde später von der Familie Kaunitz gekauft und ab 1848 an verschiedene Braumeister vermietet.
Einer der letzten Mieter der Herrschaftsbrauerei war der böhmische Braumeister František Bedřich Janáček (1845-1925). Wegen Unstimmigkeiten mit dem Brauerei-Inhaber entschied sich František Bedřich Janáček eine eigene Brauerei zu errichten. Mit dem Bau wurde 1894 begonnen und 1895 wurde das Gebäude fertiggestellt.
F. B. Janáček gelang es, seine Brauerei unter den führenden Einrichtungen dieser Art in Tschechien zu etablieren. Die Brauerei war schon vor dem Krieg dafür bekannt, dass sie ihr Bier vor allem nach Südosteuropa exportierte und ersetzte langsam die veralteten Brauereien in der Umgebung, einschließlich der Herrschaftsbrauerei. 1914 steigt der Sohn von F. B. Janáček, Jaromír Janáček (1894-1951), in die Brauerei mit ein und übernimmt dann 1921 die Leitung des Familienunternehmens.
Zwischen den beiden Weltkriegen gehörte die Brauerei Janáček in Uherský Brod zu den modernsten Einrichtungen Mitteleuropas. Der Braumeister Jaromír Janáček verwaltete und pflegte die Familienbrauerei bis zu ihrer Verstaatlichung im Jahr 1948.